DREISESSELBERG
(STEINERNE AGNES)

(56)

Wanderbeschreibung

Datum: 16.08.1998 Wochentag: Sonntag
Zuordnung: Berchtesgadener Alpen (Lattengebirge)
Kategorie: Bergtour
Ausgangsort: Mülldeponie nahe Hallthurm (Winkl)


Gipfelkreuz Dreisesselberg!

Ausgangshöhe (m): 700 Zielhöhe (m): 1680 Höhendifferenz (m): 980
Charakteristik: herrlich ruhiger Aufstieg, viel bewaldet, fast nur Steige, langer Abstieg
Schwierigkeit: ungefährlich, um die Steinerne Agnes ausgetreten und rutschig
Wetter: anfangs bewölkt, später sonnig und sehr warm
Teilnehmer: Annemarie (34) und Rupert (42)

Abmarsch (Uhr): 6:25 Ende (Uhr): 14:20
Wegstrecke (Gehzeitübersicht) Zeit
(Std.)
Pausen (Std.)
Mülldeponie - Bichllehen 0:05 -
Bichllehen - Abzweigung Karkopf 0:15 -
Abzweigung Karkopf - Einmündung Fernwanderweg 1:00 0:05
Einmündung Fernwanderweg - Abzw. Karkopf 1:05 0:10
Abzw. Karkopf - Dreisesselberg 0:10 1:30 (Gipfelkreuz)
Dreisesselberg - Steinerne Agnes 1:10 0:15 (Steinerne Agnes)
Steinerne Agnes - Schotterstraße Hallthurm 1:35 -
Schotterstraße Hallthurm - Bichllehen 0:30 -
Bichllehen - Mülldeponie 0:05 -
Gesamtzeiten: 5:55 2:00

Kartenausschnitt! (KOMPASS Wanderkarte Nr. 14, M: 1:50000)

Karte mit höherer Auflösung (108 KB)

Unser Ausgangspunkt sollte Bichllehen sein, zu erreichen auf der Straße von Hallthurm Richtung Bischofswiesen gegenüber dem Ulrichshof rechts abzweigend. (Straßenschild "Am Bichlgraben") Wie in einem Wanderbuch beschrieben, sollte man am Bichllehen parken können, jedoch fanden wir nur private Bereiche und keine Parkmöglichkeit; auch ein (privates) Parkverbotsschild konnten wir entdecken. Aus diesem Grunde fuhren wir wieder zurück und ließen unser Auto am Rand der breiten Zufahrtsstraße zur Mülldeponie stehen, die sich weiter unten nahe der Hauptstraße befand.


Aufstieg zum Dreisesselberg!

Wir gingen also wieder hoch nach Bichllehen. Dort führte der Weg unauffällig geradeaus an einem Wohnhaus vorbei. Dahinter erreichten wir gleich den "Panoramaweg", dem wir nach links folgten und kurz darauf wieder rechts verließen. Nur etwa zehn Minuten später wies uns ein Schild erneut rechts Richtung Karkopf. Jetzt ging es bis zum Fernwanderweg deutlich in die Höhe.

Ab dem Fernwanderweg hieß es: Ausschau nach der "Steinernen Agnes" halten! Auf dem sehr schönen und ruhigen Höhenweg kamen wir dem Dreisesselberg immer näher, ohne die vielbeschriebene, angeblich direkt am Weg liegende "Steinerne Agnes zu entdecken. Beim Aufstieg sollte uns leider der Anblick dieses Gebildes verwehrt bleiben. (Nicht lachen!)


Blick zu Predigtstuhlbahn, Bad Reichenhall und Hochstaufen!

Schließlich waren wir am Schlußanstieg zum Dreisesselberg, bereits mit freier Sicht in das Berchtesgadener Tal und die umliegenden im Süden gelegenen Berge. Hier sah man auch schon sehr bald vor uns das Gipfelkreuz des Karkopfes. Oberhalb des Südhanges zweigte der Weg zum Karkopf ab, wir hielten uns jedoch rechts und erreichten kurze Zeit später den Gipfel des Dreisesselberges. Am Gipfel hatten wir endlich den Blick nach Norden in das Alpenvorland und das nahe Bad Reichenhall. Auch die kleinen roten Gondeln der Predigtstuhlbahn konnte man erkennen. Bis hierhin und die gesamte Zeit am Gipfel begegnete uns keine Menschenseele.

Während des Aufstieges fiel uns besonders die Ruhe auf, vielleicht auch auf die frühe Zeit an diesem Badewettersonntag zurückzuführen. Drüben über dem Hochschlegel kreiste ein einsamer Paragleiter, schaukelte manchmal leicht im Wind und ganz wenige Wanderer waren auf den umliegenden Wegen (Karkopf, Hochschlegel, Predigtstuhl) zu erkennen. Diesen Berg werden wir sicher auch mit dem Karkopf und vielleicht dem Hochschlegel wieder besuchen.


Unmittelbar vor der "Steinernen Agnes"!

Beim Abstieg sahen wir die vielgesuchte "Steinerne Agnes" deutlich aus den bewaldeten Hängen herausragen und konnten sie gar nicht verfehlen, wenn man nur immer geradeaus sah. Beim Aufstieg hatten wir scheinbar nie an der richtigen Stelle zurückgeblickt. Die "Steinerne Agnes" lag nur zwei bis drei Minuten vom Erreichen des Fernwanderweges beim Aufstieg entfernt, allerdings ohne Wegweiser und vom Weg aus hinter Bäumen versteckt. Nur ein paar unscheinbare, kleinere Trampelpfade gingen dort ab, wo auch ein Schild darauf hinwies, nichts wegzuwerfen. In der Nähe der "Steinernen Agnes" war es schottrig und rutschig, oberhalb mußte man kurz die Hände zu Hilfe nehmen. Ansonsten war das schon ein seltsames Gebilde der Natur. Auf einem Foto in einem Wanderbuch, das wir mal durchblätterten, saßen ein Mann und ein Kind auf dem Kopf der "Steinernen Agnes". Jetzt wußten wir auch, daß man da ohne Kletterhilfe nicht hinaufkommt, aber warum auch ? Man konnte ihr dafür von oberhalb direkt ins Gesicht sehen!


Tiefer Blick in die steinernen Augen!

Nach einer kurzen Pause wählten wir für den Abstieg eine neue, längere Route über den Fernwanderweg "durch" die im Volksmund genannte "Schlafende Hexe", das Ostende des Lattengebirges. Wir erreichten nach langem Abstieg eine Schotterstraße, folgten ihr nach rechts und kamen auf dem "Panoramaweg" wieder zurück nach Bichllehen und unseren Ausgangspunkt.

Das unscheinbare Lattengebirge ist für Wanderer eine Empfehlung: nicht spektakular, viele Steige, meist bewaldet, herrliche Aussicht, ruhig.

Übrigens befindet sich unmittelbar nach dem Ulrichshof (von Hallthurm kommend) eine Bushaltestelle. Damit wäre z. B. im Herbst (da muß man nicht ganz so früh aufstehen und ein Bus könnte auch schon fahren) eine Tour reizvoll, bei der man wie hier aufsteigt, vom Dreisesselberg über Karkopf und Hochschlegel zum Predigtstuhl geht und dort wählen kann: Abstieg zu Fuß oder knieschonend mit der Seilbahn.

Wanderungen auf gleichem Weg:

Steinerne Agnes (62 - 25.06.1999)

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