GROSSER
RIESENKOPF

(77)

Wanderbeschreibung

Datum: 15.9.2000 Wochentag: Freitag
Zuordnung: Bayerische Voralpen
Kategorie: Bergtour
Ausgangsort: Bahnhof "Brannenburg"


Bewaldeter Nordhang des Großen Riesenkopfes

Ausgangshöhe (m): 470 Zielhöhe (m): 1337 Höhendifferenz (m): 867
Steigen gesamt (m): 1065     Fallen gesamt (m): 767
Charakteristik: meist im Wald, ruhiger Aufstieg, gemütlicher, langer Abstieg
Schwierigkeit: längere Tour ohne Gefahrenstellen
Wetter: Nebel am Vormittag, überwiegend bewölkt, ab Mittag warm (19-25C)
Alterstruktur: 44

Abmarsch (Uhr): 8:40 Ende (Uhr): 15:35
Wegstrecke (Gehzeitübersicht) Zeit
(Std.)
Pausen (Std.)
Bahnhof "Brannenburg" - Abzweigung Biber 0:15 -
Abzweigung Biber - Straße nach Steinberg 0:20 -
Straße nach Steinberg - Beginn Wanderweg Nr. 10 0:10 -
Beginn Wanderweg Nr. 10 - Oberhalb Lichtung 0:40 0:05 (Lichtung)
Oberhalb Lichtung - 1. Kehre 0:15 -
1. Kehre - 2. Kehre 0:10 -
2. Kehre - 3. Kehre 0:20 -
3. Kehre - Weg von Riesenkopf-Alm 0:30 -
Weg von Riesenkopf-Alm - Großer Riesenkopf 0:10 0:35 (Gipfel)
Großer Riesenkopf - Riesenkopf-Alm 0:15 -
Riesenkopf-Alm - Abzweiung Hohe Asten 0:05 -
Abzweigung Hohe Asten - Hohe Asten 0:15 0:15 (Hohe Asten)
Hohe Asten - Straßeninsel 0:25 0:25
Straßeninsel - Bichler-Alm 0:25 -
Bichler-Alm - Bichler-See 0:10 0:20 (Bichler-See)
Bichler-See - Schotterstraße Zeisach 0:25 -
Schotterstraße Zeisach - Tatzelwurmstraße 0:20 -
Tatzelwurmstraße - Gasthaus Tatzelwurm 0:05 -
Gesamtzeiten: 5:15 1:40

Kartenausschnitt! (KOMPASS Wanderkarte Nr. 8, Tegernsee Schliersee, M: 1:50000)

Karte mit höherer Auflösung (325 KB)

Die Anreise erfolgte mit der Bahn bis zum Bahnhof Brannenburg. Von dort hielt ich mich Richtung Verkehrsamt und ging auf der Wendelsteinstraße links von einem Bach begleitend bis zur Rosenheimer Straße. Links zweigte ich über eine Brücke ab und kam bei der nächsten Kreuzung rechts auf die Sudelfeldstaße. (Richtung Wendelsteinbahn) Ein Stück später zweigte ein kleiner Steig links auf den Biber ab. (Weg Nr. 4) Trotz des kleinen Umweges wollte ich den kleinen Hausberg von Brannenburg nicht auslassen.


Eingang zum Kirchenvorplatz auf dem Biber

Zunächst stieg ich einige Treppen empor bis zu einem kurzen Straßenstück und wanderte auf dem Rücken dieser kleinen Erhöhung entlang. Der höchste Punkt lag nur etwa 60 m über den Dächern von Brannenburg. Schließlich kam ich noch an einer Kirche vorbei. Unterhalb war eine kleine Ebene mit Kapellen, die als Kreuzwegstationen dienten. Gleich rechts an zwei Kapellen vorbei über Felsstufen erreichte ich wieder die Ebene unterhalb des Hügels. Hier mußte ich links auf den Wanderweg und etwas später rechts über ein kurzes Wiesenstück auf die Straße nach Steinberg. An einem Haus wählte ich den rechten Weg, erreichte Steinberg, bog auf die Milbinger Straße nach links über den Bach und traf auf den Beginn des Weges Nr. 10, die Erlacher Straße kreuzend. Diese Wegnummer begleitete mich bis zu den Hohen Asten.


Wegweiser an der Erlacher Straße

Über Altenburg und ein kleines Holzgatter kam ich zum ersten Wegweiser, der geradeaus Richtung Riesenkopf deutete. (rechts ginge es nach St. Margarethen) Im Wald kam daraufhin eine Stelle, an der der Hauptweg nach links abzweigte, aber auch ein Weg geradeaus weiterführte. Zwei Schilder mit der "10" an Bäumen befestigt zeigten mir, daß ich links und gleich wieder rechts gehen mußte. Weiter oben stellte sich heraus, daß dieser und der geradeaus führende Weg wieder zusammentrafen. (aber wer weiß das schon vorher?) Dort öffnete sich auch eine Lichtung, die ich in gerader Linie den Hang empor überquerte. (Schilder am Waldrand, in der Hangmitte und weiter oben) Nach der Lichtung traf ich bald auf eine Fortstraße, Wegweiser deuteten nach links. Hier wurde ich durch einen "Vorwegweise" auch mit der Information überrascht, daß die Hohen Asten am Freitag Ruhetag haben. Meine geplante Verpflegungsrast hatte sich damit in Luft aufgelöst; somit mußte ich mit meiner Mindestmarschverpflegung auskommen.

Der weitere Anstieg auf den Riesenkopf efolgte auf dem Nordhang in weiten Kehren. Ab der zweiten Kehre ersetzte ein Steig die bisherige Forststraße. Bei der dritten Kehre schien ein Weg geradeaus weiterzuführen, ich blieb jedoch auf dem Wanderweg, der nach rechts führte. Schließlich kam ich an den Weg von der Riesenkopf-Alm, bog rechts ab und erreichte auf dem kurzen Steilstück sehr schnell den Gipfel.

Der Abstieg erfolgte geradewegs nach Süden durch das steile Waldstück hinab zur Almwiese der Riesenkopf-Alm. Vorbei an dieser Alm, bald rechts abzweigend bewegte ich mich gemächlich bergab, trat plötzlich aus dem Wald heraus und sah vir mir die Häuser der Hohen Asten. Das hintere Gebäude, die Gaststätte, hatte wie angekündigt Ruhetag. Einige Wanderer saßen an den Tischen. Eine nette Geste war, daß ein kleines Schild auf ein Kellerfenster um die Ecke wies: Hier standen je eine Kiste Bier und Limonade. Eine kleine Glasschüssel mit einem Flaschenöffner und für Geld und Kronenkorken lag daneben im Gras. Nach einigem Überlegen zog ich mit einem Bier den "Alkohol" dem "Zucker" vor. Außerdem gilt Bier in Bayern als wertvolles "Nahrungsmittel" mit vielen Inhaltsstoffen, maßvoller Umgang vorausgesetzt.


Hohe Asten

Nach der kurzen Pause ging ich hinter den Hohen Asten immer geradeaus weiter. Ein anderer Weg zweigte nach rechts ab. Etwas später dachte ich, zu weit gegangen zu sein. Es war jedoch richtig, kurz darauf sah ich weiter unten die "Straßeninsel", ein bewachsenes Dreick inmitten Forststraßen. Dort deutete ein Wegweiser auf den gegenüberliegenden Hang. Etwas oberhalb traf ich auf die Forststraße zur Klamm-Alm, dem höchsten Punkt der restlichen Tour.


Bichler-See

Immer noch auf der Forststraße abwärts ließ ich die Bichler-Alm links liegen und kam auf den Steig hinab zum Bichler-See. Am See angekommen reichten nach rechts wenige Schritte bis zu einer schönen Bank am Wegrand. Von hier konnte ich den kleinen See mit seinem Schilfufer erkennen. Der einzige Steg war überflutet; scheinbar besaß der See je Wassermenge unterschiedliche Höhen. Nach einer kurzen Pause zeigte ein Wegweiser Richtung Tatzelwurm (rechts). Ich ging durch den Wald abwärts, kam über einen Bach, an einer Hütte vorbei (rechts, Stacheldraht) und traf auf die Schotterstraße oberhalb des Weilers Zeisach. Auf dieser kam eine starke Kurve, der ich nach links folgte.

Je näher ich der Gaststätte Tatzelwurm kam, umso stärker vernahm ich wieder Motorengeräusche von der näherkommenden Tatzelwurmstraße. Oberhalb der Gaststätte kam ich auf die Tatzelwurmstraße und kurz darauf zu diesem begehrten Ausflugsziel. Eine Brotzeit und viel Flüssigkeit in dem gemütlichen Lokal ließen diesen Wandertag zu Ende gehen (und zugleich war es eine ideale Einstimmung auf das Schafkopf-Wochenende auf einer nahegelegenen, privaten Hütte).

Höhenmessung:

Station Bekannte
Höhe (m)
Gemessene
Höhe (m)
Bahnhof Brannenburg 470  
Abzweigung Biber   483
Straße nach Steinberg   488
Beginn Wanderweg 10   497
Oberhalb Lichtung   800
1. Kehre   878
2. Kehre   926
3. Kehre   1073
Weg von Riesenkopf-Alm   1231
Großer Riesenkopf 1337  
Riesenkopf-Alm   1180
Abzweigung Hohe Asten   1161
Hohe Asten   1107
Straßeninsel   1098
Bichler-Alm   1046
Bichler-See   955
Schotterstraße Zeisach   894
Tatzelwurmstraße   788
Gasthaus Tatzelwurm 765  

Bonus-Fotoserien:


Serie Wegabschnitt/Inhalt Anzahl
Fotos
Speicher-
größe (KB)
1 Auf dem Biber 5 131
2 Weitere Wanderfotos 7 159

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Weg Verkehrsmittel Station   Uhrzeit
Hinfahrt Bahn Traunstein ab 7:18
    Rosenheim an 8:02
    Rosenheim ab 8:26
    Brannenburg an 8:35

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